Information: Syrer*innen

„Politisch Verfolgte genießen Asylrecht” bestimmt Artikel 16a des deutschen Grundgesetzes, ohne dabei deutlich zu sagen, was man sich unter politischer Verfolgung vorzustellen hat. Genauer wird in dieser Frage das „Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge“ der UN-Flüchtlingskommission (UNHCR) vom 22. April 1954. Dieses legt fest, dass der*diejenige als Geflüchtete*r mit Recht auf politisches Asyl gilt, der*die Verfolgung auf Grund von rassistischen, religiösen, sozialen oder weltanschaulich-politischen Faktoren ausgesetzt ist.

Dass diese Voraussetzungen im Falle der Syrer*innen erfüllt sind, die vor dem Bürgerkrieg bzw. Krieg in ihrem Herkunftsland fliehen, ist weitestgehend unstrittig. Mit einem Anteil von über einem Drittel waren sie laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im letzten Jahr die größte Gruppe unter den Asylerstantragssteller*innen. Diese starke Zunahme scheint gravierend, aber im internationalen Vergleich relativiert sich dieser Eindruck: Der größte Teil der Syrer*innen ist laut UNHCR innerhalb des eigenen Landes auf der Flucht, während sich rund 4.453.000 Menschen auf die direkten Nachbarländer verteilen.

Barbara Kling
25 Jahre, Stuttgart
... hat während der Recherche mit Mateen entdeckt, dass sie denselben Musikgeschmack haben. Rap ist universell!

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